Pressemitteilung, Berlin, 19.02.2026, Inititive Görli 24/7 Ab Mai wird ein Sicherheitsdienst zur Umsetzung der nächtlichen Schließung des Görlitzer Parks beauftragt. Mit vielseitigen und ungehorsamen Protesten ist zu rechnen. Nachdem der Senat ankündigte, den Görlitzer Park nicht mehr im Dezember, sondern erst ab März nachts abschließen zu wollen (angeblich aus Rücksicht auf die Anwohnenden, die im Winter Umwege um den Park herum nehmen müssten), ist mittlerweile auch dieser Termin nicht mehr realisierbar. Die tatsächlichen Gründe sind wohl weniger die Gnädigkeit gegenüber der Anwohnerschaft, sondern vielmehr der unermüdliche Widerstand von Initiativen und Anwohnerschaft, sowie die Weigerung des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg, die Schließung umzusetzen. Jetzt tut sich aber doch etwas: Kürzlich wurde die Ausschreibung für einen Sicherheitsdienst zur Umsetzung der nächtlichen Schließung von der landeseigenen Grün Berlin GmbH veröffentlicht. Einsatzzeitraum: 1. Mai bis 31. Oktober. Mit einer nächtlichen Schließung kann also ab Mai gerechnet werden, möglicherweise fällt sie sogar mit den jährlichen 1. Mai-Demonstrationen zusammen. Verschiedene Initiativen engagieren sich seit Jahren gegen die Schließungspläne und machen auf gesellschaftliche Missstände aufmerksam, für welche es umfassende soziale und strukturelle Lösungsansätze braucht, denen sich der Senat verweigert. Initiativen planen mit Klagen durch Anwohnende und vielseitigen Protesten gegen die Schließung. Flo Grünbaum von Görli 24/7: "Sollte es wirklich zu einer Schließung im Mai kommen, wird es eine unkalkulierbare Antwort darauf geben. Im Gegensatz zum Senat wissen wir, dass die allermeisten Menschen in Kreuzberg überhaupt nichts von dieser Umzäunung halten und sich die Schließung nicht gefallen lassen werden. Zusammen mit den Anwohnenden, Parknutzenden und weiteren Initiativen werden wir die Schließung natürlich mit vielseitigen Mitteln verhindern. Der Park ist ein öffentlicher Raum, der allen Menschen gehört, und den werden wir uns nicht einfach so wegnehmen lassen. Der Senat soll endlich die Finger von unserem Görli lassen, wenn er das Zaunvorhaben vor seiner Abwahl im September nicht in einem peinlichen Fiasko enden lassen will." Der ausgeschriebene Einsatzzeitraum für den Schließdienst ist zeitlich befristet bis zum 31. Oktober, also unmittelbar nach der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus am 20. September. Anscheinend rechnet mittlerweile nicht einmal mehr der Senat selbst mit einer Wiederwahl. Dabei wird das Festhalten an dem Zaunprojekt der CDU wohl nicht gerade zu mehr Stimmen verhelfen. Im Gegenteil, es wird ihr noch ziemlich auf die Füße fallen, sollte das Projekt nicht doch noch vorzeitig eingestampft werden. Bei einer Regierungsbeteiligung der Partei "Die Linke" soll es jedenfalls keine Schließung des Parks geben, wie die Spitzenkandidatin Elif Eralp kürzlich mitteilte. Es bleibt also spannend, wie lange es noch dauert, bis das Projekt Görli-Schließung gekippt wird. Fest steht jedenfalls: ab Mai werden sich die Proteste gegen den Senat und den Görli-Zaun nochmal deutlich zuspitzen. Initiative Görli 24/7
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