Danke an Görli Zaunfrei und alle, die die tolle Gala im Lido möglich gemacht haben!
Görli 24/7 war u.a. mit einem Infostand und der Performance „Die Befreiung des Drehkreuzes“ dabei. Ein Video der Performance befindet sich hier.


Danke an Görli Zaunfrei und alle, die die tolle Gala im Lido möglich gemacht haben!
Görli 24/7 war u.a. mit einem Infostand und der Performance „Die Befreiung des Drehkreuzes“ dabei. Ein Video der Performance befindet sich hier.


Pressemitteilung, Berlin, 08.01.2026
In diesem Jahr kam es bereits zu mindestens zwei größeren Aktionen gegen die im Bau befindlichen Görli-Absperrungen, die auch durch ein Großaufgebot von Polizei und privatem Wachschutz nicht verhindert werden konnten.
Die vielfältigen Aktionen an Zaun, Toren und Drehkreuzen kommen alles andere als unerwartet. Anwohner*innen und lokale Initiativen sind seit langem sauer darüber, dass der Berliner SPD-CDU-Senat nur auf rassistische, ausschließende, teure und dabei völlig sinnlose Maßnahmen wie die nächtliche Schließung des Görlitzer Parks setzt, anstatt endlich die real existierenden sozialen Probleme anzugehen und zu lösen.
Ihr habt Lust auf kreativen Klamauk und vielfältige Aktionen gegen die geplante Görli-Schließung und für eine solidarische Stadt für alle? Ihr wollt bei Görli 24/7 mitmachen oder mal reinschnuppern? Dann kommt doch gerne zu unserem nächsten Offenen Treffen am Dienstag 20.01.26 um 19 Uhr in der NewYorck im Bethanien, Mariannenplatz 2a!

Das ging jetzt aber schnell: Gerade erst hatten wir hier über das neue Loch im Zaun (links) berichtet, da fehlt auch schon zusätzlich offenbar ein ganzes Zaunelement (Mitte) 🙂

Die Cops haben einen messerscharfen Verdacht: Hat vielleicht auch dieses Zaunteil, wie schon neulich das Drehkreuz, die Lust zu einem kühlen Bad verspürt und schwimmt nun im Landwehrkanal? Die Taucheinheit der Berliner Polizei wird angefordert.

Der Polizeitaucher macht sich bereit und ist angesichts der winterlichen Temperaturen offenbar gut ausgestattet. Die gelben Flossen sollen die bekannten Landwehrkanal-Haie abschrecken.

Ab gehts ins kühle Nass auf die Suche nach umherschweifenden Zaunelementen.

Zu Wasser und zu Land, es ist wieder mal ein großer und wichtiger Einsatz für die Berliner Polizei.

Geschafft! Das entflohene Zaunelement wurde aufgespürt, fachgerecht eingefangen und mit vereinten Kräften an Land gebracht. Wieder mal ein erfolgreicher Tag für unsere tatkräftige Berliner Polizei!
*** Fortsetzung folgt… 🙂 ***
Aktuelle Bilder aus dem Görli. Das mit der geplanten Bauabnahme letztes Jahr hat offensichtlich nicht geklappt. Und die wütenden Görli-Tiere haben offenbar mal wieder ihre Nagezähnchen ausgepackt und sich mit dem Zaun beschäftigt… 🙂



Der Senat hat gestern am 18.12.25 verlauten lassen, dass der Görlitzer Park vorerst nachts nicht geschlossen wird. Die Begründung hat es in sich.
Der offenbar zuständige Umweltstaatssekretär Krause:
„Durch den Park hindurch laufen Verbindungswege, die Menschen als Abkürzung benutzen. Ich möchte jetzt in einer Übergangszeit, bis sich die Menschen an nächtliche Schließungen gewöhnt haben, ihnen nicht im Winter zumuten, dass sie außen herum radeln müssen. Mit der Zeit wird sich das alles einspielen, das hat sich beim Tempelhofer Feld auch gezeigt. Und deshalb werden wir mit Beginn der Parksaison diese Schließung dann vornehmen.“
Zum einen ist natürlich interessant, dass jetzt anscheinend der Senat selbst die durch eine Görli-Schließung entstehenden längeren Wege als „Zumutung“ für die Anwohnenden und den Park durchquerenden Menschen einschätzt.
Zum anderen sagt Krause, die nächtliche Schließung des Görlitzer Parks solle erst dann erfolgen, wenn sich die Menschen an die nächtliche Schließung gewöhnt hätten. Das ist reichlich paradox: Wie sollen sich Menschen an eine nächtliche Schließung gewöhnen, solange der Park offen ist? Heisst das, der Görlitzer Park wird doch nie geschlossen?
Der Vergleich mit dem Tempelhofer Feld hinkt ebenfalls: Schließlich war das Tempelhofer Feld in den letzten Jahrzehnten nie frei und durchgehend öffentlich zugänglich.
Zunächst solle dann der Park, so Krause, bis voraussichtlich Ende Oktober nachts geschlossen sein, also für 8 Monate. Und dafür also die millionenschwere Umrüstung des Parks zur Hochsicherheitszone? Auch die Zuständigkeit zwischen Senat und Bezirk scheint bei weitem noch nicht geklärt zu sein. Schließlich ist der Bezirk, eigentlich gesetzlich zuständig für die Grünflächen, erklärter Gegner einer nächtlichen Görli-Schließung.
Uns als Aktivist*innen kommt die Verschiebung der geplanten Schließung natürlich entgegen. Es bleibt noch einige Zeit für Schabernack und die Weiterentwicklung von Ideen, wie eine nächtliche Schließung des Görli verhindert werden kann. Und wir sind natürlich auch gespannt, in welchem Zustand sich die angeblich „vandalismussicheren“ Sperranlagen befinden werden, wenn die Schließung dann umgesetzt werden soll. Dass etwa die Drehkreuze auch gerne mal Ausflüge in die nähere Umgebung unternehmen, ist ja mittlerweile bekannt 🙂 .




Sie geben Millionen aus, um den Görli zu schließen. Aber ein Zaun hilft nicht gegen Armut, Obdachlosigkeit, Krankheit, Sucht, Verelendung und rassistische Ausgrenzung, sondern nimmt uns nur einen weiteren Raum. Deshalb: Unser Görli bleibt offen!
Die Mieten sind viel zu hoch. Viel zu wenig bleibt zum Leben übrig. Wir zahlen, die Immo-bilienkonzerne und Eigentümer jubeln über hohe Profite. Das können und wollen wir uns nicht mehr leisten. Deshalb: Mieten deckeln & senken – Immobilienkonzerne vergesellschaften!
In den letzten Jahren hat sich die Zahl der wohnungslosen Menschen in Berlin verdoppelt. In den nächsten Jahren sollen die Obdachlosigkeit weiter stark steigern. Gebaut werden aber vor allem teure Eigentumswohnungen, und es gibt immer noch zu viel Leerstand. Deshalb: Jetzt ausreichend Wohnraum schaffen den sich alle leisten können!
Immer mehr Menschen leben in absoluter Verelendung und Armut, darunter auch viele sehr junge Menschen. Was sie brauchen sind mehr soziale Anlaufstellen, Drogenkonsumräume, Übernachtungsmöglichkeiten, Orte niedrigschwelliger medizinischer Behandlung. Deshalb: Jetzt soziale Projekte ausbauen statt kürzen!
Viele Menschen in Berlin sind von Rassismus betroffen: durch rassistische Gesetze, bei der Arbeit, bei der Wohnungssuche, auf der Straße oder durch rassistische Polizeigewalt. Rassistische Ausgrenzung ist aber richtig scheisse. Deshalb: Kein Platz für Rassismus!
Während die Armut steigt und die Mieten explodieren, hat der Senat am 04.12. das „schärfste Polizeigesetz Deutschlands“ beschlossen. Vorgesehen ist u.a. die dauerhafte Videoüberwachung von Orten wie Görli und Kotti mit KI-Unterstützung. Aber ständige Gesetzesverschärfungen und Überwachung schaffen keine echte Sicherheit. Deshalb: Weg mit den Polizeigesetz-Verschärfungen!
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Die Bullen haben vergangenes Wochenende ALLE Transparente im Görlitzer Park beschlagnahmt. Manche davon hingen dort schon seit Monaten. Hier wird das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung wieder einmal mit den Füßen getreten, um berechtigte Kritik an der Görli-Schließung und an gesellschaftlichen Missständen aus dem öffentlichen Raum verschwinden zu lassen. Unterdessen patrouilliert private Security mit scharfen Hunden durch den Park, welcher gerade auch 24/7 von Bullenwannen umkreist wird. Nächste Woche wird die Verabschiedung der ASOG-Novelle den rechtlichen Weg ebnen, um die geplante 24-Stunden Videoüberwachung (mit Live KI-Auswertung) im Park umzusetzen.
Diese Entwicklungen im Görlitzer Park stehen beispielhaft für die zunehmende soziale Kälte und menschenfeindliche Politik durch die Regierungen.
Wir als Parknutzende, Anwohnende und Aktivistis werden nicht hinnehmen, dass man uns den Görli wegnimmt und kämpfen weiter zusammen für einen Park für Alle und eine gerechte, solidarische Gesellschaft. Free Görli!

Unsere Pressemitteilung von letzter Woche zum rechtswidrigen, übergriffigen und gefährlichen Einsatz privater Security im Görli wurde von verschiedenen Medien aufgegriffen (taz 1, Tagesspiegel 1, taz 2, Tagesspiegel 2, Berlin Live).
Presseberichte und Anfragen haben beim Senat, bei der Senatsfirma Grün Berlin und der Wachschutzfirma offensichtlich nervöse Hektik ausgelöst: Ab sofort sollen die Securities nur noch mit personalisierter Nummer auftreten dürfen, während die Firma weiter geheimgehalten wird. Der Rechtsbruch (Verstoß gegen §18.3 Bewachungs-Verordnung) geht also weiter.
Ein paar Tage lang war die Security kaum noch präsent, und wenn dann mit Nummern und ohne Hund. Mittlerweile ist der alte Zustand wieder eingekehrt: Die Security ist auch wieder mit scharfem Hund und ohne jede Kennzeichnung im Park unterwegs.

Dabei sind die Secus nicht nur an den Baustellen präsent, sondern überall im Park (wo sie erst recht nichts zu suchen haben). Das Bild zeigt einen nicht gekennzeichneten Security im Görli mit scharf abgerichtetem Hund auf dem Görli-Hauptweg von West nach Ost (Donnerstag 27.11.25, 21:20 Uhr)